Professur für Bildungssoziologie


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Frank Ohlhaver

Bild von Frank Ohlhaver

PD Dr., Dozent

 

Frank Ohlhaver ist Soziologe, aufgewachsen im Schwarzwald. In Forschung und Lehre hat er die Schwerpunkte:

 

• Sozialisation und Bildungsungleichheiten
• Institutionalisierung von Bildung
• Organisation und Profession im Bildungsbereich
• Fallanalysen - Kasuistik in der Lehrerbildung (soziologische Schul- und Unterrichtsforschung)

 

Nach  Ausbildung und Tätigkeit als Primar- und Sekundarstufe I - Lehrer studierte Frank Ohlhaver Soziologie und wenig Philosophie (bei  J. Habermas) an der Universität Frankfurt/M. Nach dem Abschluss promovierte er mit einer empirischen Grundlagenstudie zur Computerbenutzung Jugendlicher ebenda bei Ulrich Oevermann und Hansfried Kellner. Daneben  war er in der Markt- und Kommunikationsforschung zunächst als Mitarbeiter dann als Studienleiter tätig.

 

Von 1994-2001 wechselte Frank Ohlhaver  an das Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel und war wissenschaftlicher Leiter des DFG Projekts „Sekundäre Lehrplanbindungen – Zur Entstehung und Verwendung von Lehrplanentscheidungen“.  Anschließend arbeitete  er als Habilitationsstipendiat ebenda  sowie als Lehrbeauftragter am dortigen Institut für Soziologie.  Im genannten DFG-Projekt  wurde eng mit dem Schweizer NFP 33 Parallel-Projekt „Von der Lehrplanung zur Lernorganisation“ zusammengearbeitet. Die Kooperation mit Schweizer  Kolleginnen und Kollegen setzt sich bis heute fort.
In der Habilitationszeit begann Frank Ohlhaver sich auch tiefergehend mit der Strukturgeschichte des Bildungswesens zu befassen (ausgehend von Max Webers Herrschaftssoziologie) und Sinn und Bedeutung von Fallanalysen, Fallarbeit und Kasuistik in der Lehrerbildung theoretisch und praktisch zu erkunden (Ohlhaver/Wernet (Hg.): Schulforschung, Fallanalyse, Lehrerbildung, Opladen 1999).


Auf die Kieler Zeit folgte eine Lehrstuhlvertretung an der Humboldt Universität Berlin und dort auch die Habilitation mit der Schrift „Schulwesen und Organisation“ (2002). Ab 2003 bis 2014 forschte und lehrte Frank Ohlhaver in den  genannten Schwerpunkten in verschiedenen Positionen (Lehrstuhlvertretung, Privatdozent, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhlvertretung) an der Universität Frankfurt/M. Von 2006-2009 leitete er auch ein Diplomanden – Forschungskolloqium im BEZ-Studiengang an der PH FHNW in Basel. 

 

Seit 2014 ist Frank Ohlhaver wieder Dozent an der PH FHNW, seit 2015 bei der Professur Bildungssoziologie,  und weiter Privatdozent an der Universität Frankfurt/M.

 

 

Publikationen


Monographien

  • Schulwesen und Organisation – Zur Gestalt und Problematik staatlicher Schulregulierung am Fall von Lehrplanarbeit, Wiesbaden 2005
  • gemeinsam mit Biehl, J. / Riquarts, K.: Sekundäre Lehrplanbindungen: Vergleichende Untersuchungen zur Entstehung und Verwendung von Lehrplanentscheidungen, Kiel 1999 (Endbericht zum DFG-Projekt) 
  • gemeinsam mit Wernet, A. (Hrsg.): Schulforschung - Fallanalyse - Lehrerbildung. Opladen 1999
  • Zur Etablierung der privaten Computerhandhabung - Eine Grundlagenstudie am Fall der Computerbenutzung Jugendlicher. Frankfurt/Main 1996
  • Exemplarische Fallanalysen zur Computerbenutzung im Privatleben Jugendlicher. Frankfurt/Main 1993 (Diss.)

 

Aufsätze

  • gemeinsam mit  I. Westbury, J. Aspfors, A.-V. Fries, S.-E. Hansen, M. Rosenmund , K. Sievesind: „Organizing Curriculum Change“ in: Journal of Curriculum Studies, i.V. (2015)
  • „Warum darf die mit Laptop spielen und wir nicht“ – Eine Fallanalyse zur beruflichen Initiation und Kooperation von Lehramtsstudierenden im Schulpraktikum. In:  Pädagogische Korrespondenz, Heft 50, Herbst 2014, S.67-85 
  • „Fallanalyse, Professionalisierung und Kasuistik in der Lehrerbildung“. In: Sozialer Sinn,Heft 2/2011, S.279-303 (erschienen Juli 2012)
  • „Der Lehrer riskiert die Zügel des Unterrichts aus der Hand zu geben, da er sich nun auf die Thematik der Schüler einlässt“ – Typische Praxen von Lehramtsstudenten in fallrekonstruktiver Pädagogischer Kasuistik. In: Pädagogische Korrespondenz, Heft 39, Frühjahr 2009, S.21-45
  • Schulentwicklung in Deutschland seit 1964, Internet-Veröffentlichung, 2008, 58S.  
  • Spiel und Spielen – Sinn und Grenzen der pädagogischen Nutzung in Schule und Unterricht, Internet-Veröffentlichung, 2007, 33S.
  • gemeinsam mit Biehl, J./ Riquarts, K.: Prozeßdokumentation der Lehrplanarbeit in sechs Bundesländern. A.a.O.
  • gemeinsam mit Biehl, J./ Riquarts, K.: Lehrplanarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Ergebnisse einer quantitativen Untersuchung. A.a.O.
  • Die strukturanalytische `objektive Hermeneutik` als Beitrag zur empirischen Lehrplanforschung. In: Künzli, R. / Hopmann, S.: Lehrpläne. Zürich 1998
  • gemeinsam mit Adler, J. / Biehl, J.: Fachdidaktik in der Krise? Ergebnisse einer Fachdidaktikerbefragung. In: Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften, Jg. 2, Heft 3, 1996
  • gemeinsam mit Biehl, J. / Hopmann, S.: Wie wirken Lehrpläne - Modelle, Strategien, Widersprüche. In: Pädagogik, Heft 5, 1996
  • gemeinsam mit Hopmann, S. / Künzli, R.: Zum Verständnis des Wirksamkeitsbegriffs. In: Schweizer Bulletin für Bildungsforschung, Heft 1, 1995

 

Mitgliedschaften

  • Deutsche Gesellschaft für Soziologie
  • AG. Objektive Hermeneutik
  • Kommissionsmitgliedschaft  Wissenschaftsforschung - Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft

 

aktuelle Vorträge

"Über die paradigmtische, heuristische und propädeutische Funktion der Kasuistik" (mit Materialienanalyse), Universität Hannover, Institut für Erziehungswissenschaft, Raum 1211.436, , 14-18 Uhr, 20.01.2016. 

 

 

Kontakt:
Fachhochschule Nordwestschweiz
Pädagogische Hochschule
email: frankkarsten.ohlhaver@fhnw.ch



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